EKD Tourismusseelsorge in Spanien
Tourismuspfarramt Gran Canaria
Herzlich Willkommen
auf unserer Internetpräsentation.
„Wenn bei dir in eurem Land ein Fremder lebt,
sollt ihr ihn nicht unterdrücken.“
(3. Buch Mose 19,33)
Liebe Leserinnen und Leser,
„schon wieder das Thema Flüchtlinge“ – so reagierte eine Leserin auf meine Auslegung zur Jahreslosung für unseren Januarflyer. Ja, schon wieder Flüchtlinge. Nicht weil ich mir das ausgesucht habe, sondern weil mir das Thema durch den Spruch für den Monat März vorgegeben ist und auch, weil dieses Thema ein genuin biblisches ist.
Es gibt unter uns viele Vorbehalte gegenüber Fremden, die zu uns kommen. Da heißt es vielfach: „Die Ausländer nehmen uns den bezahlbaren Wohnraum weg. Sie leben auf unseren Kosten. Sie sind kriminell“. Diese Parolen treffen sicher auf einige der Fremden zu – und wer schwerkriminell geworden ist, sollte abgeschoben werden.
Wir sollten uns aber durch diese Parolen keine Angst einreden lassen, sondern die Fremden als Bereicherung unter uns willkommen heißen. Erinnern wir uns an die Gastarbeiter aus der Türkei und Italien, die Anfang der sechziger Jahre nach Deutschland gekommen waren. Sie waren maßgeblich am deutschen Wirtschaftswunder beteiligt. Erinnern wir uns daran, dass ohne Fremde unser Gesundheitswesen, die Pflegedienste, die Stadtreinigung und der öffentliche Nahverkehr zusammenbrechen würden. Erinnern wir uns daran, wie gerne viele von uns, in der italienischen Pizzeria oder im griechischen Restaurant leckere, fremde Speisen genießen. Eine Bereicherung! Erinnern wir uns daran, wie die Musik von Verdi, Mozart und den Beatles unser Herz erfreut – sie waren und sind Ausländer und dennoch eine Bereicherung unserer Kulturszene.
Wer die Fremden unterdrücken und abschieden will und mit einstimmt, wenn gerufen wird: „Ausländer raus oder Deutschland den Deutschen“, macht Deutschland ärmer und verstößt gegen den ersten Artikel unserer Verfassung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Die Fremden stehen nicht nur unter dem Schutz unserer Verfassung sondern auch unter dem besonderen Schutz Gottes. Ihr sollt den Fremden nicht unterdrücken – und dann heißt es weiter: „Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst.“. Als Christen sind wir eingeladen, uns für die Rechte der Fremden aktiv einzusetzen. Wer dieses tut, wird erfahren, dass sein eigenes Leben, aber auch Deutschland reicher und bunter werden. Das wollen wir doch alle.
Herzliche Grüße
Ihr Rolf Fröhlich, Pfr. i. R.
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